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von
Klaus Mattes
Diese
zusammenhängende Darstellung dokumentiert erstmals in aller Ausführlichkeit
die Technikgeschichte und den Einsatz sowie die Nachkriegsgeschichte
der deutschen Klein-U-Boote des Typs SEEHUND.
Klaus Mattes
suchte und fand die benötigten Unterlagen in deutschen, britischen,
niederländischen und amerikanischen Archiven. Er wertete zudem Berichte
von Zeitzeugen aus und informierte sich umfassend in Museen, Institutionen
und Vereinen. Das reichhaltige Fotomaterial, die Liste der gefallenen
SEEHUND-Fahrer und die Behandlung der noch vorhandenen Klein-U-Boote
des Typs HECHT und SEEHUND komplettieren die umfangreiche Arbeit.
Mit diesem
Buch ist es dem Autor gelungen, eine Lücke der öffentlich betrachten
Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu schließen
Verlag E.S.
Mittler & Sohn GmbH
Hamburg -
Berlin - Bonn
ISBN 3-8702-0484-7
1944
Der
Zweite Weltkrieg näherte sich seinem Ende. Der vollkommenene Zusammenbruch
des Dritten Reichs stand bevor. Angesichts der fast völligen Ausschaltung
kampffähiger Unterwasserschiffe, der anhaltenden U-Boot-Verluste
und der Furcht vor einer weiteren Invasion durch die Alliierten,
suchte Deutschlands Kriegsmarine nach Wegen, im Kampf zur See wenigstens
auf einigen Kriegsschauplätzen noch einmal initiativ zu werden.
Eine der dazu eingesetzten Waffen waren
2-Mann-U-Boote des Kommandos der Kleinkampfverbände - die Seehunde.
Technikgeschichte
und Einsatz dieser Klein-U-Boote hat Klaus Mattes zum Gegenstand
seiner jahrelangen Recherchen gemacht. Das Resultat kann sich sehen
lassen. Die historisch fundierte Darstellung enthält auch Berichte
über SEEHUNDE in den USA sowie über die SEEHUND-Flottille der französischen
Marine.
Die Behandlung
der nach dem Krieg erhalten gebliebenen bzw. geborgenen Klein-U-Boote
des Typs HECHT und SEEHUND, das umfangreiche Bildmaterial und ein
Verzeichnis der gefallenen SEEHUND-Fahrer unterstreichen die Einmaligkeit
dieser Dokumentation.
Vorwort
Das
vorliegende Buch handelt von einer der letzten offensiven Operationen
der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. In chronologischer
Folge wird berichtet von der Entwicklung des 2-Mann-Uboots, Typ
XXVII B5, genannt SEEHUND, von seiner Erprobung und von seinem Kampfeinsatz
während der letzten vier Kriegsmonate im östlichen Ärmelkanal.
Viele Nationen
haben sich mit Midget-Submarine-Entwicklungen befaßt. Der hier genannte
Typ ist weltweit in der bisher größten Zahl gebaut und operativ
eingesetzt worden.
Da die Einsätze
vom Stützpunkt ljmuiden an der niederländischen Küste gefahren wurden
und dieser bereits im April 1945 von den Alliierten Truppen eingeschlossen
war, gibt es nur wenige authentische Unterlagen zu den damaligen
Ereignissen. Das bisher hierzu Veröffentlichte wird der technischen,
vor allem aber der tragisch menschlichen Seite dieses Kapitels deutscher
Seekriegsgeschichte nicht gerecht.
Der Autor
gehört der Nachkriegsgeneration an. Als Junge hatte er ein Boot
des Typs SEEHUND neben einem Schnellbootsbunker im Hafen von Rotterdam
liegen sehen, und mit diesem ihn damals stark beeindruckenden Erlebnis
begann sein ständig wachsendes intensives Interesse an der Geschichte
des Bootes, die er dann mit akribischer Geduld über Jahre hinweg
recherchierte. Das Resultat liegt als umfang- und inhaltsreiche
Arbeit vor, die sich durch die Objektivität des nicht am Kriegsgeschehen
der vierziger Jahre Beteiligten auszeichnet.
Dieses Buch
ist weder heldenverehrend noch kriegsverherrlichend; es zeigt vielmehr
im wesentlichen die Leistungen der SEEHUND-Besatzungen und des für
den SEEHUND zuständigen Landpersonals auf, die oftmals unter dramatischen
Umständen an die Grenzen seelischer und körperlicher Belastbarkeit
gelangten.
Dem Autor
gebührt Dank dafür, daß das Kapitel SEEHUND der deutschen Kriegsmarine
nicht vergessen worden ist.
Alwin Hullmann,
Klt dR aD
ehemals Kommandant
eines SEEHUNDS
Dank
und Anerkennung
Die
vorliegende Arbeit war ursprünglich als Technikgeschichte des kleinsten
der deutschen Uboote gedacht. Die notwendigen Recherchen führten
bald zu einer großen Zahl von Begegnungen mit ehemaligen Angehörigen
der SEEHUND-Einheiten, die mich schließlich dazu überredeten, auch
die Geschichte der Einsätze der SEEHUNDE aufzuhellen. Das hervorragenste
Ergebnis hierbei war das Zusammenfinden vieler überlebender SEEHUND-Kameraden
und deren Zusammenschluß zu einer Gemeinschaft, die mich vielfältig
und nachhaltig unterstützte.
Aus diesem
Grunde gebührt besonderer Dank einer Dame und denjenigen Herren,
von denen ein Teil keine ehemaligen SEEHUND-Fahrer sind, ohne deren
Hilfe das vorliegende Werk nicht hätte zustande kommen können. Nicht
wenigen von ihnen bin ich, obwohl einer anderen Generation angehörend,
inzwischen freundschaftlich verbunden.
Es
sind dies insbesondere, ohne daß eine Rangfolge eingehalten wird:
Frau
Rasch, Witwe des ersten Einsatzleiters der SEEHUNDE,
Kapitän Alwin Hullmann,
Fregattenkapitän a.D. Heinz Palaschewski,
OFhrzS a.D. Erich Schedler *,
Kapitän Klaus R.G. Götsch und dessen Tochter, die in England lebt,
LtzS a.D. Martin Hauschel,
Dipl.-Ing. Wolfgang Spallek,
LtzS a.D. Gerd Schöne ()*,
Ltlng a.D. Wolfgang Demme,
Prof. Dr. Dr. Otto Grim (),
Dipl.-Ing. Kurt Arendt,
MBD a.D. Karl Heinz Kurzak,
Pierre Diebolt,
Charles Engelmann,
Gus Britton()*,
Michael Whitley,
Commander USN ret. Richard Boyle,
Paul Steenbakker,
Klaus Peter Schmolke und viele andere.
Dank gebührt
auch dem Leiter der fotografischen Abteilung des Imperial War Museums
in London, Herrn Paul Kemp, Herrn Fizgerald vom Naval Historical
Center in Washington D.C., dem Leiter der Schiffahrtsabteilung des
Deutschen Museums, Herrn Bröhlmann, sowie den Herren Prof. Dr. Elmers,
Hoheisel, Erich Wilke und Klaus-Peter Kiedel vom Deutschen Schiffahrtsmuseums
sowie Herrn KzS a.D. Harald Fock und dem Marinemaler Jochen Sachse,
der im Auftrag eines ehemaligen SEEHUND-Fahrers ein Bild gemalt
hat, das auch als Vorlage zur Ausgestaltung dieses Buches diente.
Herrn Peter
Tamm bin ich zu Dank verpflichtet, weil er sich dieses Werkes angenommen
hat, so daß es als Buch erscheinen konnte.
Besonders
dankbar aber bin ich meiner lieben Frau Cobi, die viele Jahre lang
geduldig die mit den Recherchen zu diesem Buch zusammenhängenden
Unbequemlichkeiten und Probleme klaglos ertragen hat.
Langenselbold,
im April 1995
Klaus Mattes
Die vom Autor
unter 'Dank und Anerkennung' erwähnten Herren OFhrzS a.D. Erich
Schedler, Gus Britton und LtzS a.D. Gerd Schöne sind bzw. waren
Mitglieder der Ubootkameradschaft München.
Erich
Schedler wurde Anfang Januar 1945 als Kommandanten-Anwärter zum
K-Verband kommandiert, absolvierte seine Ausbildung beim Lehr-Komman-
do 300 in Neustadt / Holstein und fuhr dort auf den Seehunden
KU 0273, KU 5046 und KU 5139. Er ist heute als Vertreter der
Seehund-Verbandes Ansprechpartner des VDU.
Gus Britton,
verstorben im Juli 1997, fuhr lange Jahre u.a. auf Ubooten der Royal
Navy. Von Ende der sechziger Jahre bis zu seinem Tod war er Kurator
des Britischen Unterseebootmuseums in Gosport. 1996 ernannte ihn
die Königin Elizabeth II. im Buckingham Palace zum M.B.E. (Member
of the Order of the British Empire). Gus Britton trat der UK München
bereits 1976 bei.
Gerd Schöne,
verstorben im Februar 1998, war Mitbegründer des Seehundverbandes
und fuhr als Kommandant auf den Klein-Ubooten U 5347 und U 5074.
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